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SPEISEKINO // Censor Must Die (2012)

von Ing K und Manit Sriwanichpoom

Sprache: Thailändisch mit englischen Untertiteln

weitere Filme:

- Burmese Days, (17.05 Min.) Doppelbild-Projektion (Birma)
- Caminata Nocturna (22.21 Min.) Doppelbild-Projektion (Mexiko)
- The Generation of the Peacocks (5.17 Min.) Einzelbild-Projektion (Birma)
- Rianxeira (15.30 Min.) Einzelbild-Projektion (Spanien) von Karl Ingar Røys

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Die Zensur – nicht die Zensoren, nicht das Filmboard, sondern die Zensur als die monströse Entität, die in der thailändischen Gesellschaft verankert ist, ein schwerfälliges, prähistorisches Biest mit Vorurteilen und einem eigenen Leben – muss sterben. Als ‘Shakespeare Must Die’, eine thailändische Adaptation von ‘Macbeth’, dieses höchste Lied der tyrannischen Herrschaft, von der thailändischen Yingluck Shinawatra-Regierung aufgrund nationaler Sicherheit verboten wird, beginnt der Produzent Manit Sriwanichpoom eine epische Reise durch den Passagen der Macht, um seinen an Shakespeare angelegten Horrorfilm zu “unzensurieren”; vom Kulturministerium, das seinen Film zuerst gefördert und danach verboten hatte, dem Senat und dem Menschenrechtskomitee bis zum Verwaltungsgericht, wo er die Regierung aufgrund des Machtmissbrauchs verklagt. Gefolgt von einer Kamera wagt er sich inmitten politischer Umwälzungen in einem Land der Angst an geheime Orte, die lange vor der Sonne versteckt sind und wo Zeugen nicht willkommen sind. Das resultierende Cinéma Vérité is die lebendige Geschichte eines Kampfes für Gerechtigkeit und Menschenwürde, für das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, das thailändische Filmemacher offensichtlich nicht haben. Eine dunkle cinematische Aufzeichnung der Demokratie ‘in action’, mit allen ihrer possenhaften, obszönen und herzzerbrechenden Details.

Karl Ingar Røys, Künstler, Aktivist und Resident im ZK/U - Zentrum für Kunst und Urbanistik hat diesen Film zusammen mit einer Auswahl seines eigenen Werkes ausgewählt, um eine Debatte über kulturellen Aktivismus zu stimulieren.

“‘Censor Must Die’ ist einer meiner Lieblingsfilme in der ganzen Kinogeschichte.”- Filmkritikerin & Akademikerin Nicole Brenez

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Der Eintritt zum Film ist wie immer kostenlos. Essen ab 19.30 Uhr, Filme um 20:30 Uhr.
Das Essen kostet 10 €. Essens-Reservierung bis zum Vorabend per E-Mail möglich: speisekino(at)zku-berlin.org.

SPEISEKINO // FOOD AND FOOTAGE ist Teil von Shared Cities: Creative Momentum und wird co-finanziert  durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union und die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.