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ART CITY LAB 2

(c) ZK/U Berlin, 2019

New spaces for art

Wie kann man Berlins Künstler*innen in der Stadt halten? Wie arbeitet eine Wohnungsbaugesellschaft mit einer Initiative oder einem privaten Entwickler zusammen? Wie schließt man die Lücke zwischen Finanzierungsbedarf und Förderprogrammen? Wie können Orte für Kunstproduktion positiv ins Quartier wirken?   Der Atelierbeauftragte für Berlin und raumlaborberlin haben zusammen mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag, dem privaten Entwickler Artprojekt und TTI in einem kooperativen Prozess mit Künstler*innen, Nachhaltigkeitsbanken, Genossenschaften, Senatsverwaltungen, Abgeordneten, Wissenschaftler*innen und Planer*innen diese Fragen entwickelt und diskutiert.  

Ergebnis:
Es gibt innovative Ansätze, wie konstruktiv in neuen Allianzen zusammengearbeitet werden kann, Kunstproduktionsstandorte langfristig und stabilisierend in die Bezirke wirken können. Beispiele sind das Haus der Statistik, das ZK/U oder ExRotaprint. Es etabliert sich eine Akteurslandschaft von alternativen Geldgebern und Entwicklern, die aber konkrete Schnittstellen zu Fördergebern des Landes und darüberhinaus benötigen.  

Zentrale Erkenntnisse und Forderungen der Publikation:  
Um dauerhaft Orte künstlerischen Arbeitens in der Stadt zu sichern, neu zu schaffen und in Quartiere zu integrieren, ist erforderlich:  

  • heterogene Akteur*innen zu vernetzen und handlungsfähig zu machen,
  • Umsetzungswissen in zentralen Stellen zu bündeln und bestehende Beratungsstellen zu stärken,
  • für eine Selbstverpflichtungen von privaten Immobilienunternehmen zu werben (3% für bezahlbare Kunst und Kulturflächen in innerstädtischem Neubau),
  • eine Quote für Kunst und Kulturflächen auch in landeseigenen Objekten vorzusehen,
  • sowie positive Einzelbeispiele in eine konzertierte Gesamtstrategie einzubinden (SteP Kultur, Entwicklungsplan Kunst, usw.).

 

Hintergrund:
In der Studie Art City Lab aus dem Jahr 2014 wurde von raumlaborberlin in Kooperation mit dem berufsverband bildender künstler*innen berlin (bbk berlin e.V.) und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die Schaffung von bezahlbaren neuen Räumen für die Produktion von Kunst untersucht.   Aktuell suchen von mindestens 8.000 Bildenden Künstler*innen in der Stadt etwa die Hälfte bezahlbare Ateliers. Tendenz steigend, da pro Jahr rund 350 bezahlbare Ateliers verloren gehen. Diesem Bedarf stehen „nur“ 936 geförderte Ateliers und Atelierwohnungen gegenüber. Die Situation ist dramatisch, die Zeit drängt! Es drohen Tendenzen wie in London oder New York, wo Künstler*innen weitgehend in Randgebiete verdrängt werden.   Für Art City Lab 2 wurden 2018 in zwei Workshops am Hafenplatz in Kreuzberg innovative Konzepte und konkrete Umsetzungsvorschläge überprüft, um zu klären, wie bezahlbarer Raum für Kunstproduktion und Wohnen in der Stadt entwickelt werden kann ­­– sowohl im Neubau wie im Bestand. Die daraus entstandene Publikation fasst die Ergebnisse zusammen und soll den weiteren Diskurs anregen.    

Zitate

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen:
"[...] mit zunehmender Bautätigkeit werden auch die Flächen immer knapper und damit die Konkurrenz um Grundstücke immer größer. [...] Berlin braucht aber die Kreativschaffenden, auch im Zentrum. Denn nur durchmischte Stadtquartiere sind lebendig."  

Markus Terboven, Gewobag:
"Damit die Integration von neuen, bezahlbaren Standorten für Ateliers und andere künstlerische Nutzungen gelingt, müssen wir herausfinden, wo in der Stadt noch interessante, ungenutzte Flächen vorhanden sind. Und wir müssen analysieren, wie wir belastbare Organisations- und Finanzierungsstrukturen schaffen können [...]."  

Thomas Hölzel, Artprojekt:
"Aus der persönlichen Sorge heraus, Kunst und Künstler*innen irgendwann nur noch im Speckgürtel anzutreffen, sie ganz aus dem Stadtbild zu verlieren, haben wir uns bei Artprojekt dazu entschieden, in unseren zukünftigen Stadtprojekten eine feste Quote von drei Prozent für bezahlbare Ateliers unterschiedlicher Größe und Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen."  

Dr. Martin Schwegmann, Atelierbeauftragter für Berlin:
„Die Frage nach der Produktion bezahlbarer Räume für Arbeiten und Wohnen, auch für Kunst und Kultur, ist das bestimmende Thema, soll Berlin auch in Zukunft in seiner Vielfalt erhalten bleiben. Dafür sind eine Diversifizierung der Akteurslandschaft und die Bildung neuer schlagkräftiger Netzwerke notwendig. Hilfe zur Selbsthilfe und die Sicherung bestehender Standorte müssen politisch priorisiert werden!“  

Andrea Hofmann und Christof Mayer, raumlaborberlin:
"Essentiell bei allen Diskussionen und Verhandlungen über neue Kooperationen ist, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: die langfristige Sicherung von lebendigen Standorten zur Kunstproduktion."    

 

Was ist ART CITY LAB 2 ?

  • Ein Netzwerk/Plattform von Nutzer*innen, Planer*innen und Bauträger*innen sowie Finanzierungsorganisationen, welche neue, bezahlbare Räume für die Kunst schaffen wollen.
  • Ein Methoden-/Werkzeugkasten, um neue Räume für die Kunst zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben
  • Ein Rahmen für Wissensproduktion von Texten, Karten, Visualisierungen, Anforderungs- und Förderungskatalogen, mit Publikationen, wie ARTCITYLAB2 (ISBN 978-3-945659-14-4), erschienen im August 2019
  • Anlass und Impuls der gemeinsamen Beschäftigung und Schaffung von neuen Räumen für die Kunst.
  • Art CL2 soll in Pilotumsetzungen konkret werden!

 

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Languages/ Sprachen: Englisch & Deutsch
ISBN: 978-3-945659-14-4
Publishing House/ Verlag: ZK/U Press
Publisher/ Herausgeber: Kulturwerk des bbk berlin GmbH + raumlaborberlin (Dr. Martin Schwegmann; Andrea Hofmann, Christof Mayer)
Redaktion/ Editorial Board: Andrea Hofmann, Christof Mayer, Johannes Noske, Dr. Martin Schwegmann, Dr. Alexandra v. Stosch
Redaktionsassistenz/ Assistent Editorial Board: Tomma Suki Hinrichsen
Übersetzung/ Translation: Jonathan Lutes, Patrick Sheehan
Lektorat/ Copyediting: Janina Lücke, Monika Römer
Gestaltung + Konzept/ Design + Concept: Lanestudio/ Lars Neckel
Illustrationen/ Illustrations: Maria Garcia, Tomma Suki Hinrichsen
Diagramme/ Diagrams: Tomma Suki Hinrichsen, Sophia Sundqvist
Infografiken/ Infographics: Lars Neckel
Gesetzt mit/ Set with: Fabrikat Mono
Druck/ Printer: Europrint Medien GmbH, Berlin
Bildnachweis/ Photography Credits: Elisabeth Haentjes, Andrea Hofmann, Anne Kiefer, Julia Rückeis, Martin Schwegmann    

 

Unter der Schirmherrschaft von/ Under the Aegis of: Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen/ Senator for urban development and housing

 

Mit freundlicher Unterstützung von/ Kindly supported by: Gewobag, ARTPROJEKT, tti gruppe, Senatsverwaltung für Kultur und Europa

(c) 2019, Kulturwerk des bbk berin GmbH + raumlaborberlin 


Die Publikation kann über den folgenden Anbieter bestellt werden: https://www.bookspeopleplaces.com/  

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(c) Kunstwerk des bbk berlin GmbH + raumlaborberlin, 2019
(c) Kulturwerk des bbk berlin GmbH + raumlaborberlin, 2019
(c) Kulturwerk des bbk berlin GmbH + raumlaborberlin, 2019
(c) Kulturwerk des bbk berlin GmbH + raumlaborberlin, 2019
(c) Kulturwerk des bbk berlin GmbH + raumlaborberlin, 2019
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