Urbane Bühne: BauSchilderung

Eine herunterskalierte Version der zukünftigen Dachterrasse auf dem Vorplatz des ZK/U Gebäudes.
2021 - 2023
Die Urbane Bühne ist seit 2021 ein fortlaufendes räumliches und programmatisches Experiment des ZK/U. In vier aufeinander aufbauenden Iterationen entwickelt sie sich parallel zum Umbau des Hauses: von einer temporären, verkleinerten Version der zukünftigen Dachterrasse auf dem Vorplatz über die erste Bespielung des neuen Dachs bis hin zu einer dauerhaft erweiterten Infrastruktur für künstlerische Produktion, nachbarschaftliche Begegnung und gemeinschaftliche Versammlungen. Dabei ist die Urbane Bühne nie als fertige Architektur gedacht, sondern als Living Lab, das durch Nutzung, Erprobung und kollektive Aneignung kontinuierlich weitergebaut wird. Künstler:innen, Gestalter:innen, Stadtforscher:innen, lokale Initiativen und Menschen aus der Nachbarschaft testen hier neue Formen des Zusammenkommens, der Klimaanpassung, der urbanen Ökologie und der öffentlichen Kulturproduktion. Jede Phase greift Erfahrungen, Materialien und Beziehungen der vorherigen auf und übersetzt sie in eine neue räumliche Konstellation: BauSchilderung, Commons Cosmodrome, The View und Assembly markieren so vier Momentaufnahmen eines offenen Transformationsprozesses.
Während des Umbaus und der Erweiterung des ZK/U nahm die zukünftige Dachterrasse bereits auf dem Vorplatz Gestalt an. Die BauSchilderung war eine verkleinerte, temporäre Version der geplanten Urbanen Bühne: eine offene Struktur aus Containern, Gerüsten und Veranstaltungstechnik, die den laufenden Bauprozess in ein öffentliches und gemeinschaftliches Experiment übersetzte.
Der Titel verbindet die Begriffe Bauschild und Schilderung. Statt lediglich ein idealisiertes Bild des fertigen Gebäudes zu zeigen, lud die BauSchilderung Künstler:innen, Nachbar:innen, Stadtpraktiker:innen und zukünftige Nutzer:innen dazu ein, mögliche Formen der neuen Räume bereits vorab praktisch zu erproben. Sie funktionierte als Living Lab, in dem architektonische Transformation nicht nur erklärt, sondern durch Projekte, Workshops und Begegnungen gemeinsam eingeübt wurde.
Von 2021 bis 2023 wurde die temporäre Struktur zur Bühne, Werkstatt, zum Treffpunkt und urbanen Labor. Im Rahmen des KlimaKunstLabors wurden klimaresiliente Zukünfte für den Stadtgarten Moabit untersucht, die MoaBees bereiteten ihren späteren Standort auf dem Dach vor, ZK/U-Residents entwickelten künstlerische Interventionen und nachbarschaftliche Initiativen testeten neue Formen des Zusammenkommens, Lernens und Produzierens. Projekte wie Picnic FM, Towards a Shimmer on the Horizon, Rehearsing Moves on Hazy Paths, der Berliner Fahrradmarkt und das partizipative ZK/U Biotop füllten die Bauzeit mit gemeinsamer Aktivität.
Scene Design und Produktion: Miodrag Kuč, ZK/U
Architektur und Bau: Jan Körbes, reFUNC
Programm: Lara Murray, Annika Schieck, Stefan Koderisch, Andrea Götzke, MoaBees, Earl Records, Kollektiv Untergang
Ausgewählte Projekte: KlimaKunstLabor 21 und 22, Picnic FM, Towards a Shimmer on the Horizon, Berliner Fahrradmarkt, Rehearsing Moves on Hazy Paths, ZK/U Biotop



BauSchilderung war im Jahr 2021 Teil der Initiative Urbane Praxis (Campusanlage).


Die Initiative Urbane Praxis wurde im Rahmen der DRAUSSENSTADT von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Jahr 2021 gefördert.
