Urban Stage: Commons Cosmodrome
![[Translate to Deutsch:]](/fileadmin/_processed_/b/1/csm_240912_ZK_U_Eroeffnung__c__Toni_Petraschk_31_fcd107edf6.jpg)
Die erste Nutzung der neuen Dachterrasse als offene Bühne für Kunst, Nachbarschaft und gemeinsames Experimentieren.
2024
Die Urbane Bühne ist seit 2021 ein fortlaufendes räumliches und programmatisches Experiment des ZK/U. In vier aufeinander aufbauenden Iterationen entwickelt sie sich parallel zum Umbau des Hauses: von einer temporären, verkleinerten Version der zukünftigen Dachterrasse auf dem Vorplatz über die erste Bespielung des neuen Dachs bis hin zu einer dauerhaft erweiterten Infrastruktur für künstlerische Produktion, nachbarschaftliche Begegnung und gemeinschaftliche Versammlungen. Dabei ist die Urbane Bühne nie als fertige Architektur gedacht, sondern als Living Lab, das durch Nutzung, Erprobung und kollektive Aneignung kontinuierlich weitergebaut wird. Künstler:innen, Gestalter:innen, Stadtforscher:innen, lokale Initiativen und Menschen aus der Nachbarschaft testen hier neue Formen des Zusammenkommens, der Klimaanpassung, der urbanen Ökologie und der öffentlichen Kulturproduktion. Jede Phase greift Erfahrungen, Materialien und Beziehungen der vorherigen auf und übersetzt sie in eine neue räumliche Konstellation: BauSchilderung, Commons Cosmodrome, The View und Assembly markieren so vier Momentaufnahmen eines offenen Transformationsprozesses.
2024 wanderte die Urbane Bühne vom Vorplatz auf das neu entstandene Dach. Unter dem Titel Commons Cosmodromewurde sie Teil des ersten gemeinsamen Wiedereintritts in das erweiterte ZK/U: ein Ort, von dem aus bestehende Beziehungen, Praktiken und Ideen unter veränderten räumlichen Bedingungen neu starten konnten.
Der Titel beschreibt das Dach zugleich als gemeinschaftliche Ressource und als Ausgangspunkt für neue Vorhaben. Während des Wiedereröffnungsprogramms im September 2024 kehrten künstlerische Projekte, nachbarschaftliche Initiativen und langjährige ZK/U-Formate in das Gebäude zurück und begegneten einander in der neuen Architektur. Die Dachterrasse fungierte dabei als experimentelle Bühne: weder klassischer Veranstaltungsort noch fertige Terrasse, sondern eine vorläufige Landschaft zum Zusammenkommen, Arbeiten, Präsentieren und Beobachten.
Ein modulares System aus Stahlboxen bildete fünf Sitzinseln, die für unterschiedliche Situationen neu angeordnet werden konnten. Community Flags, Workshops und künstlerische Interventionen aktivierten das Dach, während die ZK/U Werkschau verschiedene künstlerische Positionen aus dem Umfeld des Hauses und seiner Transformation zusammenführte. ClimART untersuchte Verbindungen zwischen Kunst, Klima und urbaner Ökologie. Programme mit Kollektiv Untergang, Berliner Fahrradmarkt und LUUM verbanden kulturelle Produktion mit Musik, Mobilität und nachbarschaftlichen Praktiken.
Scene Design und Produktion: Miodrag Kuč, ZK/U
Architektur und Bau: Jan Körbes, reFUNC; Finn Schumacher; Daniel
Programm: Kollektiv Untergang, Berliner Fahrradmarkt, ZK/U Werkschau, LUUM
Ausgewählte Projekte: ClimART, Commons Cosmodrome, Berlin Art Week 2024, Eröffnungsworkshops und ZK/U Werkschau