Projekte

Convivial Commons

(c) Martin Maleshka, 2022

2025 - 2028

Convivial Commons erforscht neue Formen ökologischer Gerechtigkeit jenseits rein menschlicher Perspektiven – mit künstlerischen, technologischen und institutionellen Mitteln. Im Mittelpunkt steht ein performatives Parlament, in dem menschliche und nicht-menschliche Akteure – etwa Bäume, Bienen oder Kompostsysteme – symbolisch eine Stimme erhalten und an echten Entscheidungsprozessen teilnehmen.

In öffentlichen Parlamentssitzungen werden reale Beschlussmodelle erprobt: Welche Rollen, Rechte und Rituale braucht ein ökologisch erweitertes, mehr-als-menschliches Gemeinwesen?

KI-gestützte Installationen wie „sprechende Bäume“, interaktive Performances, Workshops und Bürger*innenwissenschaft verbinden Daten, Emotionen und kollektives Handeln.

Convivial Commons ist ein experimentelles Format für ökologische Demokratie. Es macht Umweltbewusstsein, bürgerschaftliches Engagement und datenbasierte Entscheidungen kreativ erlebbar – partizipativ, zugänglich und transformativ.

Convivial Commons ist ein Projekt im Rahmen von EMCCINNO, einem europäisches Projekt, das kulturelle und kreative Organisationen auf ihrem Weg zu sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit unterstützt. Durch künstlerische Ansätze, Zusammenarbeit und Experimentieren befähigt EMCCINNO lokale Initiativen, neue Wege zur Wirkungserzeugung zu erproben.

Im Zentrum des Projekts stehen fünf Transformationsorte in Europa – dynamische kulturelle Ökosysteme, in denen Gemeinschaft, Kreativität und Wandel aufeinandertreffen. Diese Orte dienen als fruchtbarer Boden für ein Umdenken, Neudenken und Wiederverbinden. Gemeinsam bilden sie ein Netzwerk lokaler Aktionen mit translokaler Strahlkraft.

Die fünf Transformationsorte:

La Friche la Belle de Mai – Marseille, Frankreich
Eine ehemalige Tabakfabrik, die sich in ein kulturelles Labor verwandelt hat. La Friche pulsiert vor künstlerischer Energie und zivilgesellschaftlichem Engagement und erforscht ökologische Neuausrichtung und kollektive Transformation.

BeTime SCA – Vejer de la Frontera, Spanien
Versteckt in der andalusischen Landschaft ist BeTime ein Rückzugsort für Entschleunigung, Reflexion und situiertes Lernen. Durch Residenzen, praxisorientierte Arbeit mit dem Land und intensives Zuhören in der Gemeinschaft werden langsamere, kleinere und seelenvollere Zukünfte kultiviert.

Jazz ao Centro Clube (JACC) – Coimbra, Portugal
JACC schreibt die Partitur der Community-Kunst neu – mit Jazz, Improvisation und kollektiven Experimenten. Aus Coimbras kulturellen Strömungen entstehen neue Verbindungen zwischen Musik, Ort und demokratischer Innovation.

KÖME – Association of Cultural Heritage Managers – Budapest, Ungarn
KÖME agiert an der Schnittstelle von Kulturerbe und Innovation und aktiviert kulturelles Gedächtnis als Katalysator für Nachhaltigkeit. Von Museen bis hin zu öffentlichen Räumen werden Institutionen als Akteure des ökologischen und sozialen Wandels neu gedacht.

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik – Berlin, Deutschland
Ein hybrides Gefäß zwischen Kunst und Stadtentwicklung. Das ZK/U kultiviert urbane Imaginationen durch Residenzen, Forschung und Basisarbeit. Ein Ort, an dem künstlerische Gesten zu städtischer Praxis werden – und Bürokratie in kreativen Humus verwandelt wird.

Konsortialpartner

Koordination

  • CNRS – Centre National de la Recherche Scientifique

  • AMU – Aix-Marseille Université

Pilotorganisationen

  • Be.Time – Vejer de la Frontera, Spanien

  • FBDM – La Friche la Belle de Mai – Marseille, Frankreich

  • JAAC – Jazz ao Centro Clube – Coimbra, Portugal

  • KÖME – Kulturalis Örökség Menedzserek Egyesülete – Budapest, Ungarn

  • ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik – Berlin, Deutschland

Forschung & Systematisierung

  • CES – Centro de Estudos Sociais

  • RIFS – Research Institute for Sustainability am GFZ

  • Greenformation

Kommunikation & Gemeinschaft

  • Culture Action Europe

  • EMES International Research Network

  • Nomad Garden

 

EMCCINNO wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101178706 finanziert.
Das Projekt ist Teil von Cluster 2 „Kultur, Kreativität und eine inklusive Gesellschaft“, Ausschreibung HORIZON-CL2-2023-HERITAGE-01-02:
„Kulturelle und kreative Industrien für einen nachhaltigen Klimawandel“ im Arbeitsprogramm 2023–24.

CORDIS-Projektseite:
https://cordis.europa.eu/project/id/101178706