Timeline

ZK/FU – Center for Art, Feministics and Urbanistics

Ausstellung und Begleitprogramm

Öffnungszeiten:

Montag-Donnerstag, 16-19Uhr

Freitag-Sonntag, 13-20Uhr

Eintritt frei

Im Mittelpunkt des ZK/FU steht die Ausstellung “Parts of…” von Folke Köbberling. Die Expertin im Herstellen progressiver Begegnungsformen und Entwickeln neuer Vewertungskreisläufe wird aus Versatzstücken zurückliegender Arbeiten einen Raum zusammenfügen und mit neuen Komponenten ergänzen. Die verbauten Materialien erzählen vom Kosmos der Projekte des Künstlerteams Köbberling Kaltwasser.

Als Familie nahmen Folke Köbberling und Martin Kaltwasser ihre Kinder regelmäßig mit zum Aufbau ihrer Arbeiten. Zeichnungen und Fotos geben darüber Aufschluss und fließen in die Installation von Folke Köbberling ein. Der 16 jährige Jan­ Gregor Köbberling wird ein Haus nachbauen, das er 2012 in Bochum parallel zur Arbeit seiner Eltern, die bei der Ruhrtriennale eingeladen waren, zimmerte (und das er vor der Eröffnung wieder zerlegen musste). Als ein Stück unzensierten Raums steht es Kindern und Jugendlichen zur freien Nutzung zur Verfügung. Die 14jährige Klara Köbberling zeigt eigene Traumhaus­Modelle und abgezeichnete Aufbaufotos, auf denen sie abgebildet ist. In Kooperation mit ihrer Mutter verknotet Folke Köbberling sogenannte Stores­ Vorhänge zu Baunetzen und bringt sie in ihrer Installation wiederum als Sicht­ und Schutzhülle zum Einsatz.

In “Parts of...” thematisiert sich das Wechselspiel von faktisch öffentlichen, also politischen Versatzstücken von Folke Köbberlings langjähriger Kunst­Arbeit mit vermeintlich privaten, nicht­öffentlichen Bestandteilen: Es entsteht ein Stück exemplarischer Feministik. Konzeptuell knüpft Folke Köbberling mit “Parts of...” an frühe Projekte wie Concrete Cuisine ­ Studio for Metropolitain Cooking (Berlin, 1999) an, bei dem sie andere Künstler eingeladen hatte, eine von ihr gebaute, temporäre Küche als Plattform für urbanismuskritische Statements und Gerichte zu nutzen. In diesem Sinn versteht sich auch “Parts of…” als Forum, in dem eingeladene und spontane Gäste des ZK/F​U Feministik betreiben.

Was ist Feminstik? Wir bewegen uns innerhalb eines individuell unterschiedlich ausgeprägten Polygons, das sich aus zeitgenössischen, turbokapitalistischen Problemfeldern wie Zeit, Arbeit (Arbeiten im Kunstsystem; Lohnarbeit; lebenserhaltende und lebensentwickelnde Arbeit; Teilzeitarbeit), Konsum, Gemeinschaft, Familie ... speist. Wir werfen Behauptungen, Haltungen, Befangenheiten und Abhängigkeiten in die Waagschale und untermalen sie mit Musik. Feministik ist ein großes, affirmatives, widersprüchliches, (selbst)kritisches Spiel am langen Ende der Gesellschaft, das alle betrifftt: Alle sind Akteure.

Für den Ort ZK/U, der von einem männlichen Kollektiv betrieben wird, ist das Projekt ZKF​/U ein naheliegender Baustein. Fragen nach Kunst und Urbanistik werden gezielt erweitert und testweise dem neuen Begriff Feministik zugeordnet.

Im ZK/F​U Programm wird es u.a. Abende mit den Koch­Künstlern Schorsch Böhme (Wien) und Bernhard Thome (Berlin), einen Workshop von Kathrin Böhm (London), einen “Kongress des Halbwissens” zum Thema Feministik von Superschool (Berlin), eine Lesungen von Anna Opel, ein von Madeleine Bernstorff kuratiertes Filmprogramm und einen FuFluxusFesttag mit Musik und Tombola geben, gestaltet zusammen mit Kınay Olcaytu und Daniela Hirsch.

Ein Open Call ruft zur Einsendung von Videos zum Thema Feministik auf, die im Rahmen der Ausstellung projiziert werden.

Es gibt einen ZK/F​U­Handapparat mit Frauenzeitschriften und vielen guten Büchern. Die Veranstaltungen des ZK/F​U werden von Experimenten der im Gemeinraum ansässigen Küche begleitet.

Das ZK/F​U wird organisiert von Simone Häckel, Susanne Schröder und KUNSTrePUBLIK.

Kontakt:

Simone Häckel, Susanne Schröder

zkfu@zku-berlin.org