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SPEISEKINO // Aus dem Leben eines Taugenichts: Das Leben und die Zeiten von Leo Lippold (2013)

(c) Inge Willems and Ali Haselhoef, Jozef van der Heyden

Aus dem Leben eines Taugenichts: Das Leben und die Zeiten von Leo Lippold (2013)
von Inge Willems und Ali Haselhoef

Sprache: Deutsch, Englisch, Niederländisch mit deutschen Untertiteln.

Menü: Nudeln mit Spargel in Orangensauce, zum Nachtisch Kirschtorte

Leo Lippold (1954), geboren in Thalheim in der ehemaligen DDR, war in seinen jungen Jahren in Thalheim und Dresden Künstler. Er hielt sich im Kreis der Künstler Alexander “Sascha” Anderson, A.R. Penck und anderen Dichtern, Malern und Keramikern der Prenzlauer Berg-Gruppe in Ost-Berlin auf. 1980 zog er als “Habenichts” nach Amsterdam, wo er als Hausbesetzer in einer großen ehemaligen Fabrik lebte und zuerst die Galerie Suspekt und danach die Aschenbach-Galerie gründete. Hier zeigte er die Kunst seiner alten Freunden aus dem Osten. Die Mauer stand noch und war einer der Gründe, warum die Kunstwerke ostdeutscher Künstler damals sehr begehrt waren. Wie ein wahrer Kapitalist präsentierte Lippold sich in der neunziger Jahren auf den Kunstmessen, womit er viel Geld verdiente. Das erlaubte ihm, seinen Kindheitstraum zu verwirklichen: er kaufte sich ein eigenes romantisches Schloss, eine Ruine aus dem Mittelalter, die er selbständig wieder aufbaute. Der Film wird kurz vor dem “Tag der Städtebauförderung” am 11. Mai im Speisekino-Programm gezeigt und verbindet zum einen die Reflexion über das Erbe der post-sozialistischen Wohnsiedlungen mit dem aktuellen ZK/U-Projekt “Open-Form neu denken”, zum anderen mit der bevorstehenden Renovierung des ZK/U-Gebäudes.

Jozef van der Heyden, der Koch des Abends, ist ein niederländischer Künstler. Er wohnt und arbeitet im Tetterode, der alten Fabrik in der Leo Lippold mal gelebt hat und die aktuell als Wohn- und Arbeitsraum für Künstler und Kulturschaffende benutzt wird. Jozef zeigt zwei kurze Kochvideos aus seiner “Heroic Failures”-Serie. Der Spargel und die Kirschen, die auf den sandigen Böden in der Nähe Berlins sowie in seinem Heimatdorf in den Niederlanden wachsen, machen die Hauptzutaten des Menüs aus.

Der Eintritt zum Film ist wie immer kostenlos. Essen ab 19.30 Uhr, Filme um 20:30 Uhr.
Das Essen kostet 10 €. Essens-Reservierung bis zum Vorabend per E-Mail möglich: speisekino(at)zku-berlin.org.

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