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PLANT STORIES #5: (UN)KONTROLLIERTE ARTEN UND QUEERE ÖKOLOGIEN

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Gesprächsrunde mit Vanessa Amoah Opoku und Minh Duc Pham

30 AUGUST 2025 / 20:00

Minh Duc Pham arbeitet in seiner künstlerischen Praxis mit Erinnerungen und Vorstellungswelten, in denen Blumen als Wegbegleitende und Mitbewohnende der Menschen auftauchen. In seinem performativen Vortrag reflektiert er mittels der Orchidee sein eigenes queeres und migrantisches Aufwachsen.

Vanessa Amoah Opoku beschäftigt sich in verschiedenen Projekten mit Botanischen Gärten und deren kolonialen Bedingungen. Ihre neue installative Arbeit hinterfragt diese doch eigentlich sehr seltsamen Orte, in denen Pflanzen aus aller Welt in komplett kontrollierten, die Lebensbedingungen der Herkunftsorte künstlich imitierenden Umgebungen leben. Durch spekulative und transformative Techniken imaginiert Vanessa Amoah Opoku neue pflanzliche Möglichkeiten und Widerständigkeiten. 

Im Gespräch reflektieren die beiden Künstler*innen ihre Themen, Recherchen und künstlerischen Herangehensweisen. Gemeinsam denken wir über verschiedene mit Pflanzen verbundene Geschichte(n) und Vorstellungswelten sowie deren Wirkung auf soziales und ökologisches Zusammenleben nach. Wie gehen kontrollierte Lebensformen mit ihren Konditionen um, wie widersetzen sie sich diesen oder wandeln sie in etwas Neues um?

In Deutscher Sprache, mit Simultanübersetzung ins Englische.

VANESSA AMOAH OPOKU ist eine deutsch-ghanaische interdisziplinäre Künstlerin, die mit ihrer relationalen Praxis des World Buildings und gemischten Realitäten Geschichte, Digitalität und marginalisierte Narrative untersucht. Sie hat ihre Werke unter anderem im Belvedere 21 Wien, in den Deichtorhallen Hamburg und im EIGEN+ART Lab Berlin ausgestellt und wurde kürzlich für den S+T+ARTS Prize 2025 nominiert. Sie unterrichtet unter anderem an der HGK Basel FHNW und lebt und arbeitet in Berlin und Basel.

vanessaopoku.com

MINH DUC PHAM ist Bildender Künstler und Performer. Er studierte Ausstellungsgestaltung an der HfG Karlsruhe sowie Performance Studies und Designtheorie an der UdK Berlin. In seiner künstlerischen Praxis thematisiert er Fragen von Identität und verhandelt diese an den Schnittstellen von Gender, Race und Klasse. Seine Arbeiten wurden u.a. im Museum der Bildenden Künste Leipzig, im Stadtmuseum Dresden und im Haus der Kulturen der Welt (HKW) ausgestellt. Er wirkte darüber hinaus in diversen Theater- und Performanceproduktionen mit, darunter Die Große Klassenrevue am HAU1, Home Away From Home im Cloud Gate Theatre in Taipeh und Semiotiken der Drecksarbeit am Mousonturm Frankfurt.

minhducpham.com