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Multispezies Members Club

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Neue Allianzen zwischen lebendigen und künstlichen Systemen

28 MÄRZ – 06 SEPTEMBER 2026 / MGGU – MUSEUM GIERSCH DER GOETHE-UNIVERSITÄT

Wie kann eine technologisierte Gesellschaft  auf Fürsorge und Teilhabe statt auf Konkurrenz bauen?

Der Multispezies Members Club entwirft im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens: eine inklusive Allianz, in der Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen als gleichberechtigte Mitglieder agieren. Im Mittelpunkt stehen  Fürsorge, Kooperation und Teilhabe.

Die Ausstellung versteht sich als gelebtes Experiment: Sie zeigt, wie Technologie Kommunikation zwischen unterschiedlichen Spezies ermöglichen und demokratische Teilhabe neu gedacht werden kann — jenseits eines rein menschzentrierten Weltbilds. Zugleich bleibt sie kritisch: Technologie ist nicht neutral. Sie verbraucht Ressourcen, kann Machtverhältnisse verstärken und stößt dort an Grenzen, wo natürliche Systeme in ihrer Komplexität nicht reproduzierbar sind.

Zentraler Bestandteil ist Andreas Greiners für die Ausstellung neu entstandene Installation Garden Protocol — ein selbstregulierendes Ökosystem, das Pflanzen, Menschen und technologische Systeme über Wasser als gemeinsame Ressource miteinander verbindet. Die Arbeit präsentiert sich als lebendiges Versuchsfeld für neue Formen des Zusammenwirkens von Natur und Technologie. Andreas Greiner (*1979) agiert sowohl als Künstler als auch als Kurator der Ausstellung, gemeinsam mit Ina Neddermeyer und Susanne Wartenberg.

Weitere Künstler:innen eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Künstliche Intelligenz, Ökologie und gesellschaftliche  Verantwortung. Wissenschaftler:innen der Goethe-Universität Frankfurt ergänzen das Programm mit Perspektiven aus der KI-Forschung, Bioinformatik, Kunstpädagogik, Anthropologie sowie Erziehungs-, Kultur- und Literaturwissenschaften.

Die Ausstellung verbindet Kunst, Technologie und Nachhaltigkeit und fragt, wie algorithmische Prozesse kritisch verständlich gemacht und gesellschaftlich verhandelt werden können. Mit einer Inklusiven Clubnacht, einem Filmprogramm und vielfältigen Workshops z. B. für junge Datendetektiv:innen bietet der Multispezies Members Club ein abwechslungsreiches Vermittlungsprogramm. Kunst und Wissenschaft werden durch performative Formate wie Cyborgs und Chimären ins Gespräch gebracht.

Der Convivial Commons Congress (2025) von Matthias Einhoff (ZK/U Proxylab) lässt symbolisch nichtmenschliche Akteure wie ein Gewässernetz, einen Regenbaum, eine Indische Python, eine Braunkopfmöwe oder einen Perlfleckbuntbarsch an Entscheidungsprozessen teilnehmen und erforscht so neue Formen ökologischer Gerechtigkeit.

Beteiligte Künstler:innen und Wissenschaftler:innen

allapopp / Baltic Raw Org (Móka Farkas & Berndt Jasper) / Roland Borgards / Juliane Engel / Steven Gonzalez Monserrate / Katharina Graf / Andreas Greiner / Dženeta Hodžić, David Kuhn & Markus Rauchecker / Anne Duk Hee Jordan / Laleh Khabbazy Oskouei & Farhang Rafiee / Nadine Kolodziey / Verena Kuni / Franziska Matthäus / Xenia Snow / terra0 (Paul Kolling & Paul Seidler) / Tree and Rocket / Dan Verständig / ZK/U Proxylab

Die Ausstellung findet im MGGU - Museum Giersch der Goethe-Universität, Frankfurt a.M. statt. Weitere Informationen hier.