Making Space for Ari

Eine Public Assembly zu urbaner Erinnerung und kollektiven Zukünften
08 JULI 2026 / 13:00 – 20:00
ZK/U BerlinSiemensstr. 27, 10551, Berlin, Germany
Die Veranstaltung versteht sich als Public Assembly – als ein Forum der Stadtgesellschaft, das Aktivist*innen, Mitglieder unterschiedlicher Communities, Kulturschaffende, Lokalpolitiker*innen und weitere Akteur*innen zusammenbringt, die Berlin als postkoloniale und postmigrantische Stadt mitgestalten. Sie bietet einen Raum zur Präsentation und Diskussion der ARI MAP, die im Rahmen des Projekts Mapping Postcolonial Neighborhoodsentwickelt wurde und Geschichten, Initiativen und Perspektiven zusammenführt, die mit Ari und den anhaltenden Kämpfen gegen rassistische und sexualisierte Gewalt in ganz Berlin verbunden sind.
Die ARI MAP zielt darauf ab, bestehende Verbindungen und Solidaritäten sichtbar zu machen und gleichzeitig Raum für neue Begegnungen, Kooperationen und Strategien zu schaffen. Im Mittelpunkt der Versammlung steht ein gemeinsamer Austausch über die Zukunft von Ari in der Stadt. Während Ari derzeit im ZK/U angesiedelt ist, sind die Teilnehmenden eingeladen, Ideen auszutauschen und zu erörtern, wie Ari zu einem dauerhaften Bestandteil des öffentlichen Raums sowie des vielfältigen städtischen Gedächtnisses und der kollektiven Zukunft Berlins werden kann.
Programm
13:00–13:30 | Ankunft & Eröffnungsritual mit Ari
Begrüßungsworte von Philip Horst (ZK/U) und Regina Römhild (Projekt „Postcolonial Neighborhoods“), gefolgt von einem gemeinsamen Ritual mit Ari, das vom Kollektiv „Sangre de mi Sangre“ geleitet wird und Verbindungen aus Aris lebendigem Netzwerk in die Workshop-Räume einwebt.
13:30–14:00 | Einführung & Vorstellung der Ari-Karte
mit Carla J. Maier, Matthew Hansen, Nataly Jung Hwa-Han, Regina Römhild und anderen
14:00–16:30 | Teil I: Die ARI-Karte – Verbindungen kartieren
Der erste Teil der Veranstaltung ist der ARI MAP gewidmet, die bei dieser Gelegenheit offiziell vorgestellt wird. Die vom CoLab Mapping Postcolonial Neighborhoods entwickelte Karte ist das Ergebnis einer einjährigen gemeinsamen Zusammenarbeit von Aktivist*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, die ihre eigenen und andere Geschichten, Initiativen und benachbarte Kämpfe im Zusammenhang mit der Friedensstatue „Ari“ erforscht haben.
In diesem offenen Workshop werden die Mitglieder des CoLab gemeinsam mit den Teilnehmenden die Verbindungen, die Ari quer durch Berlin und darüber hinaus schafft, die transnationalen Solidaritäten, die sie aktiviert hat, sowie die Gemeinschaften, die sie miteinander ins Gespräch gebracht hat, weiter kartieren. Die Teilnehmenden werden sich in drei separate Arbeitsgruppen aufteilen, die sich an Orten räumlicher Verdichtung in Berlin orientieren, an denen sich Aris Netzwerk in der Stadtlandschaft manifestiert: Anton-Wilhelm-Amo-Straße, Martha-Ndumbe-Platz und Oranienplatz. Die Teilnehmenden werden die Ari-Karte gemeinsam erweitern und ergänzen.
Die Ergebnisse dieses Prozesses werden Teil einer erweiterten Version der ARI-Karte, die online auf der Plattform „research catalogue“ veröffentlicht wird, einem digitalen Raum für künstlerische und aktivistische Forschung.
14:00–14:30 Uhr | Kurze Vorstellungsrunde der drei Arbeitsgruppen
14:30–14:45 Uhr | Pause
14:45–16:30 Uhr | Arbeitsgruppen
Tisch I: Ari, Anton Wilhelm Amo & W. E. B. Du Bois in der Anton-Wilhelm-Amo-Straße: Zukunftskartierung bei der dekolonialen Flânerie (2023)
Moderation: Carla J. Maier (Postcolonial Neighborhoods)
mit Adela Taleb (Amo Collective Berlin) und politischen Aktivist*innen, die am Umbenennungsprozess der M*Straße beteiligt sind
Tisch II: Ari & Bewegungen gegen Femizid auf dem Martha-Ndumbe-Platz
Moderation: Johara Sarhan (Decolonize Berlin)
mit Nnenna Onuoha, Josepha Jendricke (beide Postcolonial Neighborhoods), Sabrina Herrmann (Sangre de mi Sangre), Matthew Hansen (SAVVY Contemporary) und weiteren
Tisch III: Ari, Postmigrant*innen und queere Kämpfe auf dem Oranienplatz
Moderation: Gabs Dumfahrt-Pérez (Postcolonial Neighborhoods)
mit Nicole Pearson, Eryn Staiblin (beide „Postcolonial Neighborhoods“), Napuli Paul Langa (O-Platz-Aktivist*in) und weiteren
16:30–16:45 | Pause
16:45–19:00 Teil II: Raum schaffen für Ari – die Zukunft von und mit Ari in Berlin
16:45–17:30 | Von Verbindungen zu Zukunftsvisionen
Präsentation der Ergebnisse des offenen Workshops
17:30–19:00 | Aris Utopie: Raum schaffen für kreative Visionen
Diese öffentliche Versammlung bringt Lokalpolitiker*innen, Aktivist*innen, Community Members und andere Interessierte zusammen, um mögliche Zukunftsvisionen für und mit Ari in Berlin zu erörtern. Wie kann Ari zu einem dauerhaften Bestandteil des öffentlichen Raums werden, und welche Rolle kann sie bei der Gestaltung Berlins als postkoloniale und postmigrantische Stadt spielen? Die Versammlung beginnt mit kurzen Eröffnungsstatements, gefolgt von einer moderierten Diskussion mit den Teilnehmenden.
Wir möchten alle Teilnehmenden dazu einladen, sich an der Vision einer dekolonialen Stadt zu beteiligen und von ihr ausgehend zu denken. Wie würden Berlin und das Leben in der Stadt aussehen, wenn wir sie aus Aris Perspektive betrachten würden? Nutzen wir die erweiterte ARI-Karte als Grundlage, um uns andere Zukunftsszenarien vorzustellen. Lasst uns über den Horizont hinaus auf die Zukunft blicken, die wir uns wünschen – und von dort aus zurück auf unsere Gegenwart: Wie können wir dieser Vision einen Schritt näherkommen, und welche Strategien und Kooperationen können wir uns vorstellen, um dies zu erreichen?
Moderation: Anab Awale (DGB Kreisverband Mitte, tbc)
19:00–20:00 Uhr | Abendessen & informeller Austausch
Essen, Networking und weitere Gespräche
Die Veranstaltung wird organisiert & moderiert von Mitgliedern und Freund*innen des ForschungsCoLabs „Postkoloniale Nachbarschaften kartieren: Anab Awale, Gabs Dumfahrt-Peréz, Sabrina Herrmann, Josepha Jendricke, Nataly Jung-Hwa Han, Matthew Hansen, Carla J. Maier, Nnenna Onuoha, Nicole Pearson, Regina Römhild, Johara Sarhan, Eryn Staiblin, Adela Taleb und weitere.
Eintritt frei.
Teilweise in deutscher Sprache, teilweise in englischer Sprache.
Flüsterübersetzung möglich.