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DEVOUR Sozialer Kannibalismus, politische Neudefinierung und Architektur

Gespräche & Filmvorführung 25.März 18.30h, Mini-Ausstellung geöffnet am 26. und 27.März 2015

25 - 26 Mär 2015

Öffnungszeiten am 26. und 27. März: 13:00-19:00 Uhr

Ausstellung/Filmreihe/Symposium, 25 März 2015 ab 6:30h. Die Ausstellung kann nachträglich vom 26 bis zum 27 März besichtig werden.
Künstler: Jordi Colomer, Architects duo Muresanu, Matias Machado, Vladimir US, Andrej Mircev, Srdjan Jovanovic Weiss with Philip Plowright, Failed Architecture, Patrick Jambon, Arno Brandlhuber + Christopher Roth und Caroline Hobkinson.
Dramaturgie und Moderation: Andrej Mircev .
Kuratorin: Marta Jecu

Als Forschungsprojekt, das sich kritisch mit sozial-architektonischen Phänomenen beschäftigt, kombiniert DEVOUR! die Arbeit von Künstlern mit der Arbeit von Architekten, Kollektiven und Kuratoren. Verfolgt wird das Entstehen architektonischer oder urbanistischer Hybrid-Situationen, die ihren Ursprung in Prozessen haben, die sich als kulturelle oder soziale Anthropophagie beschreiben lassen. Das Projekt berührt verschiedene Kontexte, in denen sich hybride Strukturen und Praktiken zeigen – also Hinterlassenschaften sozialer Kannibalisierungsprozesse: Vertilgung, erzwungene Aufnahme kultureller Paradigmen, nicht-assimilierte Konsumption. Die monströsen, aufopferungsvollen, selbstmörderischen aber auch neuerungsträchtigen Folgeerscheinungen dieser Prozesse – ganz speziell im Bereich Architektur und Lebensführung – werden den Diskurs im Rahmen dieses Projekts dominieren. Wesensgemäß zeugt ein Hybrid von der Interaktionen seiner inkongruenten Ursprungsquellen. Er ist das Ergebnis einer fehlgeschlagenen Assimilierung, einer erfolglosen Kreuzung, die dennoch ein neues Gebilde hervorbringt, das große politische Relevanz in sich trägt und einer Neukonfigurierung Vortrieb leistet.