Convivial Commons Assembly
Formen mehr-als-menschlichen Zusammenkommens
2026–2027
ZK/U BerlinSiemensstr. 27, 10551, Berlin, Germany
Die Convivial Commons Assemblies verstehen sich als eine situierte Untersuchung kollektiver Entscheidungsfindung am ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik. An der Schnittstelle von künstlerischer Forschung, institutioneller Praxis und technologischer Vermittlung wird hier erprobt, wie sich Governance-Strukturen innerhalb kultureller Institutionen neu denken und anders organisieren lassen.
Im Zentrum steht die Idee eines „Freundeskreises“ als hybrides Governance-Modell, das über rein menschliche Akteur:innen hinausgeht und nicht-menschliche Entitäten als wirksame Instanzen in Prozesse von Aushandlung, Bewertung und Entscheidung einbezieht.
Die Assemblies sind keine fertigen Formate, sondern iterative Arbeitszusammenhänge, in denen Formen von Teilhabe, Verantwortung und kollektiver Organisation praktisch erprobt und weiterentwickelt werden. Demokratie erscheint dabei nicht als stabiler Zustand, sondern als fortlaufende Praxis, die durch Reibung, Aushandlung und gemeinsame Produktion entsteht.
Ein zentrales Element ist der Convivial Commons Congress – eine Installation, die Vorschläge durch Umwelt-Sensorik, Kontextdaten und algorithmische Verarbeitung interpretiert. Indem mehr-als-menschliche Perspektiven in Entscheidungsprozesse eingebracht werden, entsteht eine zusätzliche Ebene von Governance, die anthropozentrische Annahmen herausfordert und den Möglichkeitsraum von Agency erweitert.
Die Assemblies sind Teil eines längerfristigen Transformationsprozesses am ZK/U und entstehen im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts EMCCINNO.

