Conditions of War, Fairytale About Love, fixDisputedCities, Total Metrics, Factory of the Map, Minimum Wage May Be Denied (copy 1)

Im Rahmen der Berliner Gazette Konferenz: Pluriverse of Peace.
17 Oktober 2025 / 19:00
ZK/U BerlinSiemensstr. 27, 10551, Berlin, Germany
Mit dieser Intervention untersucht das Künstler*innen-Kollektiv eeefff, wie Krieg, ökologischer Kollaps und koloniale Infrastrukturen durch unsichtbar gemachte Systeme in das tägliche Leben eindringen. Cyberkrieg, digitale Kartierung, algorithmische Assistent*innen und codierte Anweisungen verändern leise und unbemerkt die Realität und verankern Militarisierung in Haushalten, Körpern und Vorstellungswelten. Extraktivistische Märchen, Produktivitätsregime und sogar versteckte Kommentare im Code zeigen, wie Gewalt auf infrastruktureller Ebene normalisiert und stabilisiert wird.
Bewegte Bilder, die auf kürzlich durchgesickerten Yandex-Codes basieren, gewähren einen Einblick in die extraktivistische Maschinerie von Geografien und Intimitäten und verfolgen die Ausweitung von Russlands Kolonialismus durch algorithmische Systeme und technologische Plattformen. Ton, Projektion und verkörperte Aktion zeigen, wie digitale Architekturen die Logik der Kontrolle, territorialen Dominanz und Ressourcenausbeutung reproduzieren und einen digitalen Faschismus schaffen, der imperiale Gewalt mit technologischer Standardisierung verbindet.
eeefff ist ein Künstler:innenkollektiv (Minsk–Berlin), gegründet von der Autorin/Künstlerin Dzina Zhuk und dem Künstler/Informatiker Kolja Spesivtsev. Untersucht werden die Poetiken und Politiken neuer Technologien, wobei künstlerische Praxis mit Forschung, Vernetzung und der Entwicklung von Open-Source-Tools verbunden wird. Eingesetzt werden Installationen, Performances, bewegte Bilder, Interventionen, Spaziergänge, Software- und Hardware-Hacking sowie soziale Choreografien. Thematisiert werden Emotionen, die durch Technologien geprägt sind, Spannungen zwischen Algorithmischem und Sinnlichem, Infrastrukturen, Arbeit und Freizeit, digitaler Kolonialismus und techno-soziale Imaginationen.
Eintritt frei, begrenzte Plätze, Anmeldung bis zum 15. Oktober erforderlich.
Die „Pluriverse of Peace“- Konferenz wird von BG | berlinergazette.de organisiert und von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert.
Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry, Satellit und ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik statt. Zu den Outreach-Partner*innen gehören: Ambasada, Dietz Berlin, Harun Farocki Institut, Hopscotch Reading Room, Kuda.org, NON, Supermarkt, UnAuf und Undisciplined Environments.