Projekte

Urban Stage: The View

(c) Moritz Richter, 2025

Eine weiterentwickelte Dachterrasse für Kultur, Begegnung, Klimaforschung und neue Blicke auf die Stadt.

2025

The Urban Stage has been an ongoing spatial and programmatic experiment at ZK/U since 2021. Across four consecutive iterations, it has developed in parallel with the transformation of the building: from a temporary, scaled-down version of the future rooftop terrace on the forecourt, through the first activation of the new roof, to a permanently expanding infrastructure for artistic production, neighbourhood encounters and collective assemblies. The Urban Stage is not conceived as a finished piece of architecture, but as a living lab that is continuously developed through use, experimentation and collective appropriation. Artists, designers, urban researchers, local initiatives and neighbours test new forms of gathering, climate adaptation, urban ecology and public cultural production here. Each phase draws on the experiences, materials and relationships of the previous one and translates them into a new spatial constellation: Construction Explained, Commons Cosmodrome, The View and Assembly thus mark four moments within an open-ended process of transformation.

2025 entwickelte sich die Urbane Bühne zu einer erweiterten Dachlandschaft. Neue technische, ökologische und soziale Infrastrukturen, darunter eine Bar, eine Wetterstation und ein fester Standort für die MoaBees, ermöglichten längere und vielfältigere Nutzungen. Das Dach wurde zunehmend zu einem Ort, an dem kulturelle Produktion, Klimaforschung, Gastlichkeit und alltägliche Beobachtung ineinandergreifen.

Unter dem Titel The View richtete die Urbane Bühne den Blick auf ihre Umgebung. Vom Dach aus erscheint die Stadt nicht als fernes Panorama, sondern als ein sich ständig veränderndes Beziehungsgeflecht: Bahngleise und Logistikinfrastrukturen des Westhafens treffen auf Wohnstraßen, Parkanlagen und das soziale Leben Moabits. Die Plattform macht diese Übergänge sichtbar und lädt dazu ein, das Zusammenspiel von Industrie, Mobilität, urbaner Natur und Nachbarschaft neu zu betrachten.

Ein wiederverwendetes Leuchtschild des Bauhaus-Museums wurde zu einem markanten Element der Dacharchitektur. Durch seine Versetzung und Umnutzung erhielt ein bestehendes Objekt eine neue öffentliche Funktion als Landmarke und Beobachtungsplattform. Damit setzte die Urbane Bühne ihren Ansatz fort, mit wiederverwendeten Materialien und anpassbaren Strukturen zu arbeiten, statt Architektur als abgeschlossenes Objekt zu verstehen.

Das Programm verband ökologische Experimente mit Märkten, Musik und nachbarschaftlichen Aktivitäten. Der ClimART-Parcours verwandelte das Dach in ein Feld für künstlerische und ökologische Forschung. Projekte wie Active CITYzens, GÜTERMARKT, Berliner Fahrradmarkt und LaBAR Day erweiterten seine sozialen und zivilgesellschaftlichen Nutzungen. Konzerte und Performances wie Echo griffen die besonderen akustischen und visuellen Eigenschaften des erhöhten Ortes auf.

Scene Design und Produktion: Miodrag Kuč, ZK/U
Architektur und Bau: Jan Körbes, reFUNC; Daniel

Programm: ClimART-Team, Kollektiv Untergang

Ausgewählte Projekte: ClimART, Active CITYzens, GÜTERMARKT mit Berliner Fahrradmarkt, LaBAR Day

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Mehr Informationen zum BMUKN und dem Projektträger. Förderkennzeichen: 67DAS274.

Durch das Programm Kreatives Europa gefördert.