Projects

CETKA.

(c) ZK/U Berlin, 2019

Mapping Civil Society Outside the Capitals

Mitten im Ural setzen sich tausende Stadtbewohner*innen gegen die Bebauung eines städtischen Teiches ein. Am Dnjepr kommt kulturelles Leben in ein jahrelang leerstehendes Militärgebäude. An der polnisch-belarussischen Grenze wird die Geschichte des 20. Jahrhunderts im Stadtraum spür- und erfahrbar gemacht. Im Projekt CETKA (russ. “Netz”) geht ein Projektteam des ZK/U Berlin und lokaler Organisationen der Frage nach, was in den Regionen abseits der Hauptstädte in Belarus, der Ukraine und Russland passiert: Wer sind die Menschen, die dort bleiben und mit welchen Themen beschäftigen sie sich? Und wie können Initiativen, Kollektive und zivilgesellschaftliche Akteure über ihre Region hinaus wirken?

 

CETKA recherchiert sogenannte Botschafter*innen des Wandels in ausgewählten Regionen, die sich als aktive Gestalter*innen der Zivilgesellschaft künstlerisch für ortsspezifische Themen einsetzen. Sie leiten Kunst- und Kulturzentren, organisieren Demonstrationen und Performances, setzen sich für architektonisches Kulturerbe und partizipative Prozesse ein. Auf einer Online-Plattform werden sie in kurzen dokumentarischen Videoclips ihre Region und ihr Engagement für den Wandel darstellen. An Bord sind derzeit Kunstschaffende, Architekt*innen, Aktivist*innen und Kurator*innen aus Omsk, Kaliningrad, Krasnodar, Kirov, Vladivostok, Vladivakas, Yekaterinburg, Yaroslavl, Arkhangelsk, Perm und Kasan (Russland), aus Brest und Minsk (Belarus), sowie aus Dnipro (Ukraine). 

Das Projekt startete mit einem Kick-Off vom 12.-13. Dezember 2019 in Berlin. Im Spätsommer 2020 werden die Botschafter*innen, angeleitet vom Berliner Team, Kurzfilme und Porträts ihrer Städte und Aktivitäten entwickeln. Die Ergebnisse werden im Dezember 2020 in Belarus öffentlich präsentiert und im Anschluss auf einer Online-Plattform verfügbar sein.

 

CHARTA des CETKA Netzwerkes 

CETKA Ambassadors advocate for social issues using artistic and cultural practices. They form the basis of an active civil society outside the capital cities of the Eastern Partnership countries, of Russia and of Germany. They are people, initiatives, independent cultural spaces, non-governmental organisations, festivals and activists. They are the future.

CETKA Ambassadors’ working approach is process-oriented, open for discussion and inclusive. They embrace the complexity of social life and use site-specific and democratic strategies for tackling local challenges.

CETKA Ambassadors are interested in an active reflection of history in all its layers. Cultural diversity and tolerance are core values of CETKA ambassadors. They stand for reducing inequalities and increasing social acceptance of the marginalised. Racism, sexism and other forms of discrimination have no space in the CETKA cosmos.

CETKA Ambassadors are committed to social justice: they promote equal opportunities for participation in political, economic and social life. 

CETKA Ambassadors are willing to share their experiences and knowledge, aiming at strengthening educational and civic institutions.

CETKA Ambassadors are environmentally aware. They are concerned about climate change, soil contamination, waste-management and other ecologically relevant issues and actively seek sustainable solutions for local and global challenges.

CETKA Ambassadors create open and vivid public spaces and stand for a considered reflection of urban heritage.

 

CETKA wird gefördert durch das Auswärtige Amt. Im ZK/U wird das Projekt geleitet von Matthias Einhoff, Barbara Anna Bernsmeier und Miodrag Kuč, unterstützt werden sie durch Olesia Vitiuk. Partnerorganisationen sind die Urban Platform Minsk und das Kulturzentrum 5. Etage Kirov.

 

(c) Dmitry Moskvin, 2020